Intern
    Studierendenvertretung

    Persönliche Erklärung des Senators in der Debatte um HiWi-Löhne

    03.02.2014

    In der aktuell hitzigen Debatte um meine Position in der Frage über die Erhöhung der HiWi-Gelder halte ich es für geboten, die an mich gerichteten Vorwürfe zurückzuweisen und zwar mit aller Deutlichkeit.

    Was einige zudem nicht zu wissen scheinen: Ich war selbst von 2009 bis 2011 HiWi am Lehrstuhl für Frühe Neuzeit, zuerst als studentische, später als wissenschaftliche Hilfskraft. Ich weiß also über die marginale Entlohnung der HiWis an unserer alma mater – aber auch der HiWis an den meisten Hochschulen Bayerns – aus eigener Erfahrung sehr gut Bescheid.

    Ich habe mich, seit ich an der Uni Würzburg Hochschulpolitik betreibe, nie gegen eine Erhöhung der HiWi-Löhne ausgesprochen. Der Beschluss des Studentischen Konvents vom 17. Januar 2012, dass der SSR „sich für die Erhöhung der Löhne der wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen Hilfskräfte und deren Rechte einzusetzen, sowie die Studierenden über diese Rechte zu informieren“ habe, wurde auch mit meiner Zustimmung getroffen. Diese Haltung hat sich auch gut zwei Jahre später um kein Jota geändert. Auch in der Sitzung vom 13. November 2013 habe ich nicht gegen den damaligen Erhöhungsantrag gestimmt.

    Genauso wenig habe ich mich – und das habe ich auch schon im Studentischen Konvent deutlich gesagt – gegenüber der Universitätsleitung gegen eine Erhöhung der HiWi-Löhne ausgesprochen. Ich habe in der Diskussion mit der Universitätsleitung, nachdem man auf den von der Großen Koalition angekündigten Mindestlohn zu sprechen kam, alleine den Hinweis eingebracht, dass die CSU Studis (und auch Rentner) vom Mindestlohn ausnehmen will. Dies war erst kurz zuvor in der Presse bekannt geworden und galt als alleinige Information, nicht als Sabotage des Anliegens. Ich habe mich damit weder gegen die richtige Erhö-hungsforderung, die dann auch für alle HiWis und nicht nur für die ohne ersten Hochschulab-schluss gemäß des Beschlusses vom 17. Januar 2012 kommen muss, positioniert noch habe ich diese Unionsforderung kommentiert.

    Die Bezichtigung, als verlängerter Arm der Universitätsleitung zu dienen, ist in jeder Hinsicht absolut haltlos. Ich weise das strikt von mir. Ich setze mich ganz im liberalen Sinne auch weiterhin für meine Kommilitonen ein, sei es bei der Frage der Mitbestimmung, sei es bei der Frage der HiWi-Löhne. Der Hebel ist nur nicht die Universitätsleitung alleine. Die Mittel dafür müssen vom Landtag bereitgestellt werden. Ansonsten bedeutet ein höherer Stundensatz nur eine Kürzung der Stundenzahl oder der Anzahl der Hilfskräfte. Diese Farce trage ich dann definitiv nicht mit – und instrumentalisieren lasse ich mich erst recht nicht.

     

    Alexander Bagus

    Studentischer Senator

     

    Anmerkung: Anlass dieser Erklärung ist ein Leserbrief in der aktuellen Sprachrohr-Ausgabe vom Januar 2014 und eine vorangegangene Diskussion in der Sitzung des Studentischen Konvents vom 14. Januar 2014

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